01.12.2025 | Aktion für Blutspenden
Die SPDqueer ruft alle zum Blutspenden auf!!!
Hamburg - Blutspenden retten Leben – und doch ist die Bereitschaft dazu seit Jahren rückläufig. Besonders in Hamburg zeigt sich, wie kritisch eine stabile Versorgung mit Blutkonserven für das Gesundheitssystem ist. Rund 400 Blutspenden werden täglich benötigt, um die Kliniken der Hansestadt ausreichend zu versorgen. Allein das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) verbraucht jedes Jahr etwa 40.000 Blutkonserven – das entspricht ca. 110 pro Tag. Wenn der Vorrat bestimmter Blutgruppen – z.B. 0 negativ – unter 20 % fällt, kann das schon gravierende Folgen haben. Diese Blutgruppe gilt als „Universalspender“, wird also in Notfällen bei fast allen Patienten eingesetzt. Sinkt hier der Bestand, geraten insbesondere Notaufnahmen und Operationssäle schnell an ihre Grenzen.
Blutspenden sind in Deutschland freiwillig – und jede einzelne zählt. Bei einer Vollblutspende werden etwa 500 ml entnommen – das dauert nur wenige Minuten. Vorher erfolgt eine kurze ärztliche Untersuchung, um sicherzustellen, dass die Spendenden gesund sind. Gleichgeschlechtlich liebende Männer dürfen erst seit 2017 in Deutschland Blut spenden – und bis Januar 2025 gab es dafür auch noch hohe Auflagen. Seit der Legalisierung ist der Anteil von Blutspenden in Deutschland nur minimal angestiegen.
Frauen dürfen bis zu viermal im Jahr spenden; Männer und Diverse bis zu sechsmal. Nach der Entnahme wird das Blut auf Infektionskrankheiten getestet und in seine Bestandteile aufgetrennt: rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen. Aus diesen entstehen die sogenannten Blutkonserven, die je nach Bedarf verwendet werden – etwa zur Stabilisierung nach schweren Unfällen, bei Krebs- oder Herzoperationen, oder zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen.
Bundesweit werden laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) täglich etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Im Jahr 2024 wurden mehr als 3,1 Millionen Spenden registriert, doch die Zahl der regelmäßigen Spender stagniert seit Jahren. Nur 3 % der Bevölkerung gehen überhaupt regelmäßig zur Blutspende. Vor zehn Jahren lag dieser Wert kaum höher – Tendenz leicht fallend.
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